Die Porzellan-Manufaktur Meissen sieht sich mit ihrer neuen
Strategie wieder im Aufwind. Während der Markt insgesamt weiter
schrumpfe, habe das Unternehmen in diesem Jahr bislang ein Wachstum um
30 Prozent in Deutschland verbucht, sagte Geschäftsführer Christian
Kurtzke am Montag bei einem Besuch von Bundeswirtschaftsminister Rainer
Brüderle (FDP) in Meißen. Damit liege man deutlich über dem, was als
Ziel für das laufende Jahr formuliert worden sei, betonte er. „Meissen
ist ganz klar auf Erfolgskurs." Diese Entwicklung müsse nun dauerhaft
gesichert werdenBrüderle lobte die Manufaktur als
Botschafter Sachsens und damit auch
ganz Deutschlands. Es sei eindrucksvoll, mit welchem Mut das Unternehmen
seine Philosophie umsetze, betonte er bei seinem rund einstündigen
Besuch in der Schauwerkstatt.
Um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, war im Sommer rund ein
Viertel der Stellen gestrichen worden. Außerdem hat Kurtzke das
Sortiment erweitert und auf Basis der bis zu 300 Jahre alten Formen und
Modelle neue, modernere Produktlinien entwickeln lassen. „Es geht um den
Wandel vom behüteten Staatsbetrieb zum international wettbewerbsfähigen
Wirtschaftsunternehmen, erklärte er dem Minister. Ziel sei, den Umsatz
innerhalb von zehn bis zwölf Jahren zu verdoppeln.