Teller mit russischem “Zarenwappen“- Historisches MEISSEN®"
Teller mit russischem “Zarenwappen“- Historisches MEISSEN®"
Teller mit russischem “Zarenwappen“- Historisches MEISSEN®"
Teller mit russischem “Zarenwappen“- Historisches MEISSEN®"

Teller mit russischem “Zarenwappen“- Historisches MEISSEN®"

Teller aus dem Zarenservice mit „Russischem St. Andreaskreuz-Orden“, geschweifter Rand mit Gold, auf der Fahne Gotzkowsky-Relief von Johann Friedrich Eberlein um 1741-45 entworfen. Königliche Porzellanmanufaktur Meissen um 1745-1760. Erwähnung finden diese Teile in einem Inventar von 1885. Es wurde außerdem dort erwähnt, dass ein Teil der Teller des Services einen Spitzen Golddekor am Rand hatte (160 Stücke) und die übrigen 247 Teller lediglich einen Goldrand besaßen.


Teller mit Gotzkowsky-Reliefmuster. Im Spiegel polychrom gemalter Blumenstrauß auf den zwei seitlichen glatten Feldern der Rahne bunte Blütenzweige, im oberen Feld das Zarenwappen mit bekrönten Doppeladler und dem Reiter (Hl. Georg) im Schild, im unteren Feld das blau-goldene Andreaskreuz mit den Buchstaben “SAPR“- SanctusAndreasPatronus Russiae, Goldrandkante.
Das St. Andreas Orden-Tafelservice wurde 1745 von Augus III. Der russischen Zarin Elisabeth I Petrowna, Tochter Peters des Großen und Gründerin der Kaiserlich-Russischen Porzellanmanufaktur St. Petersburg (1744), geschenkt. Anlaß war die Hochzeit ihres Neffen und Thronfolgers Peter Fjodorowitsch mit der Prinzessin Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst, der späteren Zarin Katharina der Großen.
Bei dem Teller handelt es sich um eine Nachlieferung für das Service.
Inventar des Gatschina-Palastes, Sitz des Kaiserlich Russischen Hofmarschallamtes St. Petersburg, wurde 1911 von der Staatlichen Eremitage übernommen und 1928 im Auktionshaus Rudolph Lepke, Berlin im Auftrag der Handelsvertretung der Union der Sozialistischen Sowjet-Republik versteigert.

Lit.: Vgl. R. Rückert, Tafl. 121, Nr. 482, Edles Meissner Porzellan aus 3 Jahrhunderten, S. 54. Eremitage St. Petersburg, Bestandskatalog der Sammlung des Grassimuseums in Leipzig S. 140 Abb. 171.

Alter: 1760-1774
Zustand: Sehr gut bis guter Zustand, dem Alter entsprechende Gebrauchsspuren.


Bst-Nr: hm0000-h0053