Markengeschichte
Markengeschichte von Meissen®
1710 wurde die ERSTE EUROPÄISCHE PORZELLAN MANUFAKTUR gegründet.
Wichtigstes Gut waren die Rezepturen und Techniken der Herstellung, die
strenggeheim bleiben sollten. Nur wenige Mitarbeiter kannten jeweils einen Teil
des Herstellungsgeheimnisses, auch Arkanum genannt.
Doch Geheimnisse verlocken zum Verrat: der Meissener Arkanist Samuel Stöltzel
versuchte mit seinem Wissen 1718 in Wien eine Konkurrenz für Meissen® entstehen
zu lassen. Dieser Fälschungsversuch machte eine „Markierung“ notwendig: Nur
damit konnte belegt werden, dass es sich um Orginal Meissener Porzellan®
handelt. Bereits in den ersten Jahren nach der Manufaktur-Gründung gab es
verschiedene Porzellankennzeichnungen. Doch erst die blaue Unterglasurfarbe im
Jahre 1720 ermöglichte eine fälschungssichere Markierung.
Aber welches Symbol oder Zeichen sollte zur Markierung verwendet werden? Die
bekannteste Marke dieser Zeit ist das ab etwa 1720 benutzte Monogramm des
damaligen Kurfürsten von Sachsen und Königs von Polen, August des Starken.
Johann Melchior Steinbrück, erster Inspektor der Manufaktur, schlägt am 08.
November 1722 vor, „... ein Stückgen aus dem Chur. sächs. Wapen, als etwa die
Chur-Schwerdter ..." zu nutzen. Mit den "Gekreuzten Schwertern"
entstand so eine Marke, deren Geschichte und weltweite Bekanntheit bis heute
einmalig ist.
Neben dem „Gekreuzten Schwertern“ wurden bis etwa 1730 auch Buchstabenfolgen
benutzt, so z.B.
K.P.M. = Königliche Porzellan-Manufaktur
M.P.M. = Meissener Porzellan-Manufaktur
K.P.F. = Königliche Porzellan-Fabrik.
Ab etwa 1731 hat sich, unterstützt durch entsprechende Anordnungen des Dresdner
Hofes, die Marke „"Gekreuzte Schwerter" für das Meissener Porzellan®
durchgesetzt. Zeitweilig ergänzten Sterne, Punkte, Ziffern und andere Zeichen
die „Gekreuzten Schwerter“, die aber grundsätzlich unverändert blieben.
Die „Gekreuzten Schwerter“ werden
bis heute per Handmalerei aufgebracht.

