Pagoda, Coloured, with gold, Limited Masterpieces, H 16,5 cm
Wenn Sie bei „Pagode“ an einen buddhistischen Tempel denken, liegen Sie richtig. Dass man in Meissen damit die von Johann Joachim Kaendler Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffenen Buddha-Figuren bezeichnet, zeugt von jener unbekümmert-naiven Sprachkreativität der Manufakturisten, die damals eine griffige Bezeichnung für die Bearbeitung der Modelle benötigten. So abwegig ist die Wortwahl auch gar nicht: Denn es sind solche glückselig lächelnden Buddha-Skulpturen, die im Innern der fernöstlichen Sakralbauten oder vor ihrem Eingang den Pfad zur Erleuchtung markieren. Heinrich Graf von Brühl, damals mächtiger Minister in Sachsen und Direktor der Manufaktur, schätzte besonders die humoristischen Varianten der Buddha-Darstellungen. Der Kontrast zur vergeistigten Leidensästhetik christlicher Heiligenfiguren, die Kaendler mit derselben Meisterschaft gestaltete, könnte kaum größer sein. Clou unseres „Pagoden“ sind die über eine Metallvorrichtung beweglichen Hände und der ebenso bewegliche Kopf (weshalb er in unseren alten Modellbüchern auch als „Wackelpagode“ geführt wurde). Ein leichter Anstoß genügt, und ihr Buddha, Verzeihung, Ihr Pagode wird ihnen lange, lange zulächeln ...
- Do you have questions? MEISSEN® Customer Service: +49 3521 468 6650
- Recommend service to others












