Ramin Haerizadeh

Ramin Haerizadeh

Ramin Haerizadeh

„Ich wusste, ich behandelte oder misshandelte das Porzellan in einer Weise, wie es niemals zuvor behandelt worden war, und ich war nicht sicher, ob das Material dieser Beanspruchung beim Brennen standhalten würde.

Ramin Haerizadeh, geboren 1975 in Teheran, Iran, lebet und arbeitet im Exil in Dubai und gehört mit seinem Bruder Rokneddin zu den international meistgefeierten Shootingstars unter den Malern aus dem Mittleren Osten – außer im Iran selbst.

Sie wurden zu einer Zeit starker Umwälzungen, der Revolution und der Machtübernahme des Ayatollah Khomeini, im Iran geboren. Die drastischen Veränderungen in ihrem Heimatland und die daraus resultierenden Konsequenzen für das tägliche Leben haben Rokneddin und Ramin nachhaltig geprägt. Gleichzeitig aber sind sie auch geprägt von der jahrtausendealten persischen Kultur.

Ramins Ausbildungsschwerpunkt während des Studiums war die Fotografie. Diese nutzt er immer wieder als Basis für Collagen, in die er Ausschnitte aus aktuellen iranischen Tageszeitungen hineinarbeitet und oftmals übermalt. Radikaler als Rokneddin richten sich auch seine Werke gegen Scheinheiligkeit und Unrecht. Es sind zornige Bilder, Satiren, bei denen einem oft genug das Lachen im Halse stecken bleibt. Ramin schlüpft in die Rolle eines Hofnarren. „Es waren immer die Narren am Hofe der Könige, die die Wahrheit sagen konnten“, sagt er.