MEISSEN trifft auf Martin Suter
  • Martin Suters neuester Krimi zeigt Meissener Porzellan mit erotischer Note und in geheimnisvoller Atmosphäre. Der Schweizer Schriftsteller Martin Suter ist bekannt für seine Bestseller-Krimis, die die amüsanten Geschichten von Allmen, einen Gentleman-Gauner, und seinem Assistenten Carlos erzählen. Im fünften Teil der Serie zieht die Geschichte rund um Meissener Porzellanfiguren eine faszinierende Parallele zwischen Kunstliebhabern und Liebeskunst. Wir sprachen mit Herrn Suter über seine Arbeit und warum Meissener Porzellan den perfekten Rahmen für seine Geschichte darstellt.
„Nach meinen Recherchen wäre der bedeutende Modelleur Johann Joachim Kändler (1706 bis 1775) am ehesten in der Lage gewesen, solche Figuren zu modellieren“
  • MEISSEN: Warum haben Sie sich für Meissener Porzellan für Ihren neuen Roman entschieden?
    Martin Suter: Es geht um eine geheime Sammlung sehr spezieller Porzellanfiguren. Nach meinen Recherchen wäre der bedeutende Modelleur Johann Joachim Kändler (1706 bis 1775) am ehesten in der Lage gewesen, solche Figuren in hoher künstlerischer Qualität zu modellieren. Und der arbeitete nun einmal für die Manufaktur Meissen.

    M: Woher ist die Idee gekommen, erotisches Meissener Porzellan in den Mittelpunkt zu stellen?
    MS: Ich suchte nach Kunstgegenständen, deren Abhandenkommen vom Besitzer aus gewissen Gründen nicht der Polizei gemeldet würden. Und fand welche, die dem Eigentümer peinlich sind.

    M: Sie haben gutes Detailwissen zu Meissener Porzellan, insbesondere dem erotischen Porzellan. Wie haben Sie recherchiert?
    MS: Das meiste im Internet. Aber dass es im Rokoko erotisches Meissner Porzellan gab, konnte ich nicht belegen. Aber es würde mich außerordentlich wundern, falls nicht.

    M: Woher kennen Sie sich so gut mit Porzellanmarkt und den Preisen/Werten der Meissener Porzellane aus?
    MS: Recherche und Phantasie.

    M: Haben Sie ein Lieblingsstück aus Meissener Porzellan oder besitzen Sie eigene Stücke? Wenn ja, was genau?
    MS: Ich besitze kein Meissner Porzellan. Aber der indiskrete Harlekin wäre eine Porzellangruppe, die sich bei mir sehr gut machen würde.