The MEISSEN Birds Collection
  • 2019 widmet sich MEISSEN dem traditionsreichen Genre der Vogelmalerei auf Porzellan und knüpft damit an eines der erfolgreichsten gestalterischen Sujets aus über 300 Jahren Manufakturgeschichte an. Im künstlerischen Dialog mit der eigenen Geschichte werden historische Motive aufgegriffen und auf modernen sowie historischen Service- und Gefäßformen zeitgenössisch interpretiert. Das Portfolio reicht von puristischen Servicen und Henkelbechern über Wandgemälden und modernem Home Decor bis hin zu historischen Korbvasen, Dosen und Prunkgefäßen, die in diesem Jahr neuaufgelegt werden.

    Die Vogelmalerei bei MEISSEN reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. Anfangs sind es die stilisierten Vogelmotive nach der Vorlage ostasiatischer Porzellane, die das Repertoire Meissener Porzellanmaler bestimmen. Mit dem Ausklingen der Chinamode vollzieht sich auch in den Ateliers der Manufaktur ein gestalterischer Wandel. Meissener Künstler widmen sich nun zunehmend der naturalistischen Darstellung von einheimischer sowie exotischer Flora und Fauna, die nach dem Vorbild wissenschaftlicher Zeichnungen entstehen. 1733 veranlasst Johann Joachim Kaendler eigens für diesen Zweck den Ankauf von „56 Stück Kupffer Stiche mit allerhand Arten Vögeln zum nöthigen Gebrauch bey der Fabrique“. Diese finden sich bereits ab den 1740er Jahren in zahlreichen Porzellandekoren wieder. Zwar ist diese Phase der „ornithologischen Dekore“ an sich nur von kurzer Dauer, doch greifen Künstler seither immer wieder auf das reiche Vorlagenarchiv zurück und schaffen stets neue Motive und Interpretationen im künstlerischen Duktus ihrer Epoche.
"2019 versinnbildlichen dynamische Motive die Evolution der Vogelmalerei, die schon seit Jahrhunderten zum festen Repertoire der Manufaktur zählt."
  • Herausragende Stücke wie die oben abgebildeten Korbvasen der diesjährigen „Limitierten Meisterwerke“ Serie beflügeln die Kollektion buchstäblich. In schillernden Farben wurde jenen Vasenformen von 1753 mit Darstellungen exotischer Vogelarten auf reliefiertem Porzellan neues Leben einhaucht. Oder die Dosenform „Voliere“ von Paul Scheurich aus dem Jahr 1930, auf der Vögel im traditionellen Grisaillestil abgebildet sind – dynamische Posen, die vor weißem Hintergrund eingefangen werden. Die Neuinterpretation durch Otto Drögsler präsentiert sich mit detailreichem Gittermuster, das über die belebte Szene gelegt wurde und damit Erinnerungen an einen antiken Vogelkäfig wachruft.

    Schließlich ist es das Faible für moderne Opulenz, mit der „The MEISSEN Birds Collection“ in diesem Sommer die Aufmerksamkeit auf sich zieht. In der Kombination brandneuer Designs und Techniken mit tradiertem Know-How sowie unter Rückbesinnung auf altehrwürdige Traditionen und Materialien aus dem manufaktureigenen Archiv huldigt die Manufaktur Meissen nicht nur der Vogelmalerei auf Porzellan – vielmehr führt sie jenes traditionsreiche Genre stilsicher ins Jetzt, mit Flair und handwerklicher Perfektion.