Kunsthandwerk

MEISSEN vereint traditionelle Handwerkskunst, kreative Gestaltung und höchste technische Präzision. Vom Modellbau über die Formenherstellung, dem Gießen und Drehen bis hin zu Glasur und den aufwendigen Brennvorgängen durchläuft jedes Porzellanstück eine Vielzahl hochspezialisierter Arbeitsschritte. In allen Abteilungen – vom Farblabor über die Malerei bis hin zur Ofenhalle – sorgen erfahrene Manufakturisten und Künstler dafür, dass aus einfacher Porzellanmasse ein einzigartiges und qualitativ hochwertiges Kunstwerk entsteht - was aufwendig in Handarbeit und mit Liebe produziert wurde.

  • Kaolin & Bergwerk
    Entscheidende Zutat für die Herstellung weißen Porzellans ist die feine Tonerde Kaolin. Seit über 250 Jahren wird diese im manufaktureigenen Bergwerk in Seilitz, knapp 15 Kilometer von Meißen, abgebaut.
  • Formenarchiv
    Das Meissener Formenarchiv bewahrt rund 700.000 Formen aus über 300 Jahren Manufakturgeschichte. Es ist der weltweit älteste und größte Bestand an Modellformen für Porzellanplastiken und Tafelservice.
  • Markenzeichen
    Als erstes Markenzeichen Europas stehen die Gekreuzten Schwerter des kursächsischen Wappens seit 1722 für die Echtheit und Qualität Meissener Porzellans. Das Signieren obliegt bis heute ausgebildeten Schwerterern.
  • Farblabor
    Seit 1720 entwickelt und fertigt das Farblabor der Manufaktur MEISSEN alle Auf- und Unterglasurfarben selbst. Rund 300 Farben gehören heute zum Standardrepertoire, während historische Rezepturen bis heute sorgfältig bewahrt werden.
  • Drehen & Gießen
    Ob Drehen, Gießen oder Formen – jedes MEISSEN Porzellan entsteht durch traditionelle Handwerkskunst. Je nach Objekt kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, die seit Jahrhunderten mit höchster Präzision ausgeführt werden.
  • Bossieren
    Beim Bossieren erhalten MEISSEN Porzellane ihre endgültige Form. In präziser Handarbeit werden Einzelteile zusammengefügt sowie filigrane Details und plastische Verzierungen sorgfältig ausgearbeitet.
  • Unterglasurmalerei
    Vor dem zweiten Brand auf den Scherben aufgetragen, verbinden sich Unterglasurfarben bei bis zu 1.400 °C mit dem Porzellan. Nur wenige Farbstoffe – wie das Metalloxid Kobalt – halten der Hitze stand.
  • Glasieren
    Nach dem Glühbrand erfolgt die Glasur durch Eintauchen oder Besprühen. Die Glasur – ebenfalls in der Manufaktur hergestellt – bildet im folgenden Glattbrand den glasartigen Schutz und einzigartigen Glanz.
  • Aufglasurmalerei
    Auf das glasierte Porzellan aufgetragen, entfaltet diese Malerei ihre Leuchtkraft im nachfolgenden Farbbrand. Meissener Maler sind dabei auf ein Teilgebiet der reichen Dekorpalette spezialisiert.
  • Glüh- & Glattbrand
    Im Brand erhält das Porzellan seine Festigkeit, Brillanz und charakteristische Materialqualität. Temperatur, Dauer und Erfahrung entscheiden über das perfekte Ergebnis.