Künstler
„Regelmäßig arbeiten Künstler verschiedener Disziplinen mit Meissener Kunsthandwerkern an zeitgenössischen Werken und treiben die Manufaktur so zu künstlerischen Höchstleistungen.“
  • Jörg Danielczyk
    In seiner Zeit als Chefplastiker prägt der zeitgenössische Künstler Jörg Danielczyk (1952) die Meissener Formensprache der letzten Jahrzehnte maßgeblich: Als Modellmeister, Sammlern für seine Plastiken und Wandbilder bekannt, steht er in einer Reihe mit Meissener Altmeistern wie Kaendler, Kirchner oder Leuteritz. Als ehemaliger Schüler Peter Strangs gilt er als der Künstler, der außergewöhnlichste Aufträge in Porzellan umsetzt. Werke wie der „Schwan“ oder der „Weißkopfseeadler“ entstehen, letzterer für das Foyer der amerikanischen Botschaft in Berlin, und zeugen von seiner Meisterschaft. Höhepunkt seines Schaffens ist „Saxonia“, die größte freistehende Porzellanstatue der Welt. In den letzten Jahren ist der Abstraktionsgrad seiner Arbeiten stetig gewachsen. In Skulpturen wie Gemälden lotet er die Grenzen der Darstellung aus, verschiebt diese und dringt in neue Sphären der Porzellangestaltung vor.
Peter Strang
Mit der Fähigkeit alle Spielarten menschlicher Empfindungen in seinen Figuren zum Vorschein zu bringen, setzt Strang als Modelleur, später als Chefplastiker künstlerische Maßstäbe. Bis heute wirkt der 82jährige gestalterisch für die Manufaktur und begeistert mit seinen einzigartigen Figuren.
  • ODEEH
    In der Modebranche steht das 2009 von Otto Drögsler und Jörg Ehrlich gegründete Label ODEEH für eine rar gewordene Atelier-Tradition und ist eines der wenigen, international positionierten deutschen Labels, das sich in jüngerer Zeit im Luxussegment erfolgreich am Markt etabliert hat. Seit 2017 sind Drögsler und Ehrlich als Creative Directors der Porzellanmanufaktur Meissen zuständig für die zukünftige Ausrichtung der einzelnen Produktwelten sowie die visuelle Darstellung der Marke MEISSEN. Einhergehend mit einem bereits kurz zuvor begonnenen Wiederaufbau von Design- und Gestalterkompetenzen bei Meissen kehrt die Manufaktur somit zu einem Konzept der hauseigenen Produktentwicklung in neuer Form zurück. Dabei stellt die Kooperation der Manufaktur mit den Designern von ODEEH in der Porzellanbranche ein ausgesprochenes Novum dar.
  • Olaf Stoy
    2017 entsteht in einer erstmaligen Zusammenarbeit der Porzellanmanufaktur Meissen mit Olaf Stoy eine Serie unikaler Büsten. Der 1959 bei Dresden geborene Stoy arbeitet im benachbarten Freital. Nach einer Ausbildung zum Keramformer in der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden studiert er berufsbegleitend 1979 bis 1981 Grafik und Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In den Jahren 1978 bis 2003 ist er als Formgießer, Retuscher und Chefmodelleur in der in Freital gelegenen Manufaktur tätig. Nur zwei Jahre später gründet er schließlich sein eigenes Atelier für Kunst und Gestaltung, in dem er sich ebenfalls ganz und gar der Arbeit mit Porzellan widmet. Neben Porzellan gilt Stoys Leidenschaft der Literatur. Er veröffentlicht regelmäßig Lyrik und Prosatexte.
  • Chris Antemann
    In den letzten Jahren hat die amerikanische Porzellankünstlerin Chris Antemann in Kooperation mit MEISSEN eine umfangreiche Kollektion aus Unikaten und limitierten Kunstwerken geschaffen, darunter die Kollektion „Antemann Dreams“ sowie die limitierten Figuren „Cupid“ und „Psyche“. Inspiriert durch Porzellanfiguren des 18. Jahrhunderts, bedient sich Antemann in ihrem Werk einer Einheit aus Design und Konzept, um das Rollenverhalten von Mann und Frau zu untersuchen und gleichsam zu parodieren. Charaktere, Themen und Ereignisse bauen aufeinander auf und schaffen so wirkungsvoll ihre eigene Sprache, die von familiären Ritualen, sozialer Etikette und Tabus erzählt. Chris Antemann lebt und arbeitet in Oregon. Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen und wurden in zahlreichen Ausstellungen in den USA, Europa und China präsentiert.
  • Prof. Werner
    Prof. Heinz Werner (1928) war einer der wichtigsten Porzellanmaler des „Kollektiv Künstlerische Entwicklung“ der Manufaktur Meissen, zu dessen Gründerteam er selbst zusammen mit Ludwig Zepner und Peter Strang gehört. Auf den 1943 als Dekorgestalter an die Manufaktur berufenen Werner gehen über hundert Dekore zurück, die den Duktus der Gegenwart maßgeblich prägen. Darunter Höhepunkte wie „1001 Nacht“, „Sommernachtstraum“, „Blaue Orchidee auf Ast“ oder „Jägerlatein“. Werner inszeniert eine bewegungsreiche szenische Miniaturmalerei voller Phantasie und Lebensfreude, die von der orientalischen Märchenwelt wie von eigenen Reisen in Länder wie Japan, Finnland, Italien oder Hong Kong inspiriert ist. Dabei testet und perfektioniert er in seiner Zeit an der Manufaktur zusammen mit Horst Bretschneider verschiedenste neue Techniken in dem damals neuen Bereich der Wandgestaltung.
  • Gudrun Gaube
    Gudrun Gaubes Stil zeugt von lebendiger Formgebung und phantasiereicher Bemalung. Zahlreiche Kreationen der Meissener Moderne sind geprägt von der Handschrift der einstigen Form- und Dekorgestalterin. 2017 dekoriert sie erneut Vasen- und Schalenformen, unikale Objekte, für die Manufaktur.
  • Bärbel Thoelke
    Bekannt ist die 1938 in Stralsund geborene Künstlerin Bärbel Thoelke für ihre an der klassischen Moderne orientierten Porzellangefäße. Mit der Manufaktur arbeitet sie seit 2000 regelmäßig für Unikate und Objekte zusammen und überträgt ihre besondere Formensprache in feinstes Meissener Porzellan.