Home Deco
Seit jeher spielt Porzellan bei der Ausgestaltung anspruchsvoller Interieurs eine entscheidende Rolle. Bereits im 13. Jahrhundert gilt es an den europäischen Fürstenhöfen als höchst begehrtes Gut und wird zu überhöhten Preisen aus China importiert. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts beginnt man selbst auf kleineren Adelssitzen ganze Porzellankabinette, spezielle Räume für Porzellansammlungen, einzurichten. Spätestens mit der Entdeckung des europäischen Hartporzellans im Jahr 1708 dürfen diese in Schlössern und Adelshäusern nicht mehr fehlen. Wobei zu jener Zeit weniger die Erlesenheit oder künstlerisches Niveau der Porzellane die Gäste beeindrucken soll, als vielmehr die Menge der seltenen Gegenstände. Das Japanische Palais in Dresden, welches August der Starke zu einem Porzellanschloss ausgestalten lassen möchte, legt hiervon Zeugnis ab. So spielt MEISSEN, als älteste Porzellanmanufaktur Europas, seit ihrer Gründung durch August den Starken 1710 eine entscheidende Rolle bei der Formulierung der europäischen Tisch- und Tafelkultur sowie der Ausschmückung von Königshäusern. Mit den Home Deco Kollektionen, Interior Objekten aus feinstem Meissener Porzellan, geht MEISSEN nun einen weiteren Schritt vom Tisch in den Raum und überträgt gestalterische Traditionen und kunsthandwerkliches Können auf charakterstarke moderne Wohnobjekte. Diese sind geprägt von einer Authentizität, die nur MEISSEN mit seiner über 300-jährigen Tradition für sich behaupten kann.
  • Antarctica
    Mit „Antarctica“ schafft die Meissener Produktdesignerin Zhuoyu Hou eine kombinationsreiche Tableware-Serie, die das Repertoire der Manufaktur um eine neue Formensprache erweitert. Für diese lässt sich Hou von arktischen Eislandschaften und deren Fauna inspirieren. Pinguinsilhouetten transformieren zu Krügen und Vasen, Eisschollen werden zu flachen Schalen, Kerzenhaltern und Bechern. Mit ihren Entwürfen lotet Hou die gestalterischen Möglichkeiten des Porzellans aus, zeigt Spannungen im Gegensatz von satten Rundungen, Asymmetrien und Kanten. Es ist diese Kombination aus Objekthaftigkeit und Gebrauch, die der Designserie – ob als Kollektion oder Einzelobjekt – ihren einzigartigen Formcharakter verleiht.
„Die zahlreichen mannigfaltigen Formen und Dekore der Porzellanmanufaktur Meissen bieten vielseitige Möglichleiten unterschiedliche Räume stilvoll und individuell einzurichten.“
  • Wellenspiel
    Unter Federführung der Meissener Designerin Sabine Wachs entsteht 1996 nach dreijähriger künstlerischer Entwicklungsarbeit die neue „Wellenspiel“ Form für Tafelgeschirr und Interior Objekte. In verschiedene Objekte des dekorativen sowie täglichen Gebrauchs lässt Wachs eine schwungvolle Wellendynamik einfließen. Mit klaren Linien und jenem durchgängig brillanten Glanz, für den das Meissener Porzellan berühmt ist, lassen die Objekte der „Wellenspiel“ Kollektion ein energiegeladenes, maritimes Lebensgefühl in unterschiedlichsten Interieurs entstehen.
  • Neuer Ausschnitt
    Die Form „Neuer Ausschnitt“ ist eine Arbeit des Meister Modelleurs Johann Joachim Kaendler und entsteht zur künstlerischen Blütezeit der Manufaktur ab 1730. Über vierzig Jahre bestimmt Kaendler als künstlerischer Leiter den Ruf der Manufaktur. Auf der für jene Zeit fast schlichten, zurückhaltend verspielten Form “Neuer Ausschnitt” finden bis heute zahlreiche berühmte Dekore wie die „Meissener Rose“ oder das „Zwiebelmuster“ ihren Platz.
  • MEISSEN® Cosmopolitan
    Noch vor der Entdeckung des europäischen Porzellans kreiert der Hofgoldschmied Johann Melchior Dinglinger mit dem „Goldenen Kaffeezeug“ einen Tafelaufsatz, der zahlreiche Gefäße zu einem barocken Gesamtkunstwerk vereint und in seiner Anmutung an edle Porzellanservice erinnert. Für „MEISSEN® Cosmopolitan“ übernimmt die Manufaktur diese Inspiration und überträgt das Aussehen klassischer Silberservice auf Porzellan. An die Stelle prunkvoller Diamanten treten von Hand veredelte Oberflächen aus Gold und Platin sowie eine vollkommen neue sinnliche Oberflächengestaltung, die MEISSEN „Mesh-Strukturen“.
  • N°41
    Das umfangreiche Repertoire an Formen, Plastiken und unikalen Objekten bezeugt den Einfluss der Meissener Manufaktur über die Epochen hinweg und ist bis heute Ausdruck eines Lebensgefühls, einer Wertschätzung für Handwerk und Tradition. Die puristische Form „N°41“ zeugt von einer klaren Formensprache, die einen modernen Kontrapunkt zu den opulenten historischen Meissener Serviceformen darstellt. Auf ihr werden vier Dekorneuheiten eindrucksvoll inszeniert, Neuschöpfungen sowie zeitgenössische Interpretationen großer Dekorklassiker, die einmal mehr Meissens Ideenreichtum bezeugen.
FACES
Mit „Faces“ kreiert Otto Drögsler eine zeitgenössische Wandtellerserie, die das traditionsreiche Genre Meissener Rauminstallationen aus Porzellan mit zeitgenössischen Motiven umsetzt.
  • New Splendour
    Im 19. Jahrhundert entstehen in der Manufaktur Meissen verschiedene Porzellanobjekte im Stil des Historismus. Prunkschalen, Kerzenhalter und Dosen greifen dabei auf opulente Art gestalterische Elemente vorangegangener Epochen auf. Als Teil der „New Splendour“ Kollektion werden diese historischen Formen neu aufgelegt und mit zeitgenössischen Dekoren von Otto Drögsler – in Rückbesinnung auf die Meissener Tradition – gestaltet.
Orangerie
Bei der Sichtung historischer Formen im Manufakturarchiv fällt Otto Drögsler eine Serie barocker Dosen in Form exotischer Früchte auf. Im Rahmen von „Orangerie“ erweitert Drögsler die historische Staffage der Originale um zwei neue ausdrucksstarke Dekore: „monochrom“ und „Glanzgold“.