Sammelfiguren

Sammelfiguren

Sammeln ist eine Leidenschaft

Mit der ersten Figur aus Meissener Porzellan® Mitte des 18. Jahrhunderts war nicht nur eine neue Kunstform erschaffen – es wurde auch eine ganz besondere Sammlerleidenschaft entfacht. Die in den mehr als 300 Jahren Manufakturgeschichte in liebevoller Handarbeit gefertigten Figuren führen auf einer Zeitreise durch die verschiedenen Stilepochen und sie erzählen die Geschichten ihrer Zeit: lebendig und ausdrucksstark. Auf diese Zeitreise möchten wir Sie mitnehmen und Ihnen die bekanntesten Meissener Figuren mit ihren Geschichten vorstellen. 

 

In unserem Formenarchiv – dem Herzstück der Figurenfertigung – sind Formen für rund 9000 Skulpturen aufbewahrt. Diese große Vielfalt haben wir insbesondere der Kreativität der Meissener Künstler im 18. Jahrhundert zu verdanken. Figuren aus Zucker, Marzipan oder Tragant waren bereits lange vor der Entdeckung des Meissener Porzellan®s als Tischdekoration beliebt. Da sie aufgrund ihres Materials, was sich durchaus zum Verzehr anbot, oftmals nur eine kurze Lebensdauer hatten, war Porzellan die ideale Lösung für Dekorationen, die die Gäste länger als ein Abendessen erfreuen konnten. Aufgrund dieser Geschichte kamen Figuren, die direkt für die Tafel hergestellt wurden, noch lange Zeit in die Konditorei und wurden auch speziell markiert. 

Im Bericht aus dem Jahr 1753 von Graf Heinrich von Brühl, dem damaligen Premierminister und Direktor der Manufaktur, über das Inventar der Konditorei werden bereits mehr als 4000 plastische Objekte erwähnt. Zu erzählen gab es viel. Sowohl das Leben am Hof als auch die Malereien von Watteau und Boucher oder Theater und Oper boten viele Anregungen zur Gestaltung der Figuren. Noch heute begeistern uns die hintergründige Satire, der versteckte Humor und die verschlüsselten Botschaften gerade in den Figuren des 18. Jahrhunderts. So verwundert es nicht, dass Figuren auch bald den Einzug in die Kunstkabinette der wohlhabenden Bürger schafften. Dabei stand oft ein spezielles Thema im Mittelpunkt der Sammlung. 

Ein begeisterter Sammler, Baron Kaspar Joachim von Utz, wurde uns mit dem Roman von Bruce Chatwin vorgestellt. 1992 wurde diese Geschichte unter dem niederländischen Regisseur George Sluizer verfilmt. In der Hauptrolle glänzte Armin Mueller-Stahl. Den Meissener Künstler Peter Strang inspirierte der Film dazu, diesen Sammler in Meissener Porzellan® für die Ewigkeit festzuhalten. Zur Deutschlandpremiere des Films 1993 in Dresden übergab Peter Strang die erste Figur an den Hauptdarsteller Armin Mueller-Stahl. Dieser bedankte sich mit den Worten: „Durch diese Porzellanfigur erlange ich ein Stück Unsterblichkeit.“

Sammeln ist eine Leidenschaft oder wie Goethe sagte: „Sammler sind glückliche Menschen.“ Diese Leidenschaft und das dadurch erzeugte Glücksgefühl sind ebenso zeitlos wie unser Meissener Porzellan®. Lassen Sie sich inspirieren von der Figurenvielfalt aus mehr als 300 Jahren Meissener Porzellangeschichte. Es kann der Beginn einer wunderbaren Sammelleidenschaft werden.

Es grüßt Sie herzlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liane Werner
Director Art