Tischknigge für die Festtafel
  • Weihnachten ist die Zeit für Freunde und Familie – ein Anlass für so manch einen Hobbykoch, seiner Kunstfertigkeit und Kreativität Ausdruck zu verleihen. Es ist das Fest spektakulärer Inszenierungen zu Tisch und nicht zuletzt der modernen Opulenz. Doch was wäre eine reiche Tafel und sorgsam zusammengestelltes Menü ohne die dazugehörigen Tischmanieren. Denn was in Zeiten des Barocks für August den Starken galt, präsentiert sich uns heute als Zeichen der Eleganz und des guten Geschmacks: Noblesse oblige. Ob offizielles Bankett oder festlich gedeckter Tisch zu Hause, eine klassische Tafel muss noch lange keine angestaubte Angelegenheit sein. Mit dem richtigen Service und individuellen Dekorationen werden Dinner rund um die Weihnachtszeit zu unvergesslichen Abenden.
    Dreh- und Angelpunkt eines jeden Gedecks ist das Porzellan, das zu festlichen Anlässen – je nach Umfang des Menüs – mehrschichtig aufgetragen werden sollte: Vorspeisen- oder Suppenteller stehen von Anfang an auf dem Teller für den Hauptgang, der wiederum auf einem Platzteller ruht. Die Reihenfolge des Bestecks folgt ganz klassisch dem Menü von außen nach innen. Außen rechts der Suppenlöffel, ganz innen Gabel und Messer für den Hauptgang. Brotteller und -messer finden ganz links neben der Besteckreihe Platz. Wasser-, Weißwein- und Rotweingläser vervollständigen das Tischensemble, wobei der erste Schluck Wein stets nach dem ersten Toast des Gastgebers erfolgen sollte.
„Wie die Mode unterliegt auch die Tisch- und Tafelkultur einem stetigen Wandel. Sie ist ein Spiegelbild des Zeitgeistes und vorherrschenden Geschmacks.“
  • Waren es im 18. Jahrhundert, zu Zeiten August dem Starken, noch umfassende Themenservice mit zahlreichen Figuren und prachtvoll ausgearbeiteten Terrinen, welche die königlichen Banketts schmückten, zeichnen sich die Tischtrends von heute durch eine größere Freiheit aus. Nicht die extravagante Zurschaustellung royaler Macht ist gefragt, sondern vielmehr der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, die in der Zusammenstellung des Menüs, der Wahl der Musik und nicht zuletzt im Arrangieren des gedeckten Tisches fabelhaften Ausdruck erhält.
    Ob nun einem klaren Konzept folgend oder der Fantasie in eklektischen Arrangements freien Lauf lassen – die zahlreichen historischen und zeitgenössischen Tellerdesigns von Meissen geben ein umfangreiches Ensemble an die Hand, mit dem sich eigene Symphonien zu Tisch komponieren lassen. Natürlich stets im Kontext einer Handwerkskunst in Perfektion, die den Weltruf der ältesten Porzellanmanufaktur Europas begründen. Nicht zuletzt sind es solche anhaltenden Werte, mit denen Sie das Weihnachtsfest zur Zeit liebster Erinnerungen und Familientraditionen machen und nach Belieben ausgestalten.